Vorsicht vor Betrug auf Buchungs-Plattformen: Gefälschte Unterkünfte auf Booking.com & Co

Online-Reisebuchungen sind praktisch und bequem: Nur wenige Klicks und die Unterkunft ist gebucht, der schöne Urlaub gesichert. Doch wie so oft im Online Business ist man auch hier vor Betrug, gefälschten Informationen und unlauteren Absichten nicht sicher. Immer häufiger gibt es auf großen Plattformen wie Booking.com, Airbnb, HRS, Expedia gefälschte Angebote, mit denen Reisende um viel Geld betrogen werden.

Gefälschte Inserate für nicht existente Unterkünfte
Die Betrugsmethoden sind geschickt und ausgefeilt. Es werden perfekt gefälschte, täuschend echte Hotel- oder Apartmentangebote online gestellt. Nicht zuletzt dank KI inklusive professionellen Fotos, guten und vermeintlich echten Bewertungen und günstigen Preisen. Am Urlaubsort angekommen, müssen die Reisenden jedoch feststellen, dass es die Unterkunft gar nicht gibt.

Immer wieder gelingt es Betrügern offenbar, in Windeseile und ohne Identitätsnachweise vorlegen zu müssen, nicht existente Ferienunterkünfte online zu stellen. Derartige Lücken im System sind geradezu eine Einladung für Betrüger. Hier sind die Plattformbetreiber gefordert, ihre Sicherheitsmechanismen zu schärfen.

Kompromittierte Gastgeber-Accounts
Besonders tückisch ist auch, wenn Betrüger sich mit gestohlenen Login-Daten unrechtmäßigen Zugriff auf echte Gastgeber-Konten einer Plattform verschaffen. Getarnt als Hotelpersonal können sie ihre Opfer dann über den offiziellen Chat von Booking.com kontaktieren und vermeintlich verifizierte Zahlungen für eine Buchung anfordern. Kaum ein Gast wird hier Verdacht schöpfen.

Festzuhalten ist: Gefälschte Unterkünfte und Phishing-Attacken sind eine reale Gefahr auf Buchungsplattformen. Tendenz steigend, da Technik, KI und Betrugsmaschen sich immer weiterentwickeln. Erhöhte Wachsamkeit ist angeraten, auch wenn es immer schwieriger wird, Fälschungen zu erkennen.

Was tun im Verdachtsfall?

  • Keine externen Links anklicken
  • Auf keinen Fall Zahlungen leisten
  • Im Zweifel immer die Unterkunft direkt kontaktieren
  • Fotos der Unterkunft mit der Google Bildersuche auf Echtheit prüfen
  • Verdächtige Inserate oder Nachrichten an die Plattform melden
  • Dokumentation: Buchungsbestätigungen, Zahlungsnachweise, Chat-Verläufe speichern
  • Für zusätzlichen Schutz Warnhinweise von Verbraucherzentralen und Reisewarnportalen verfolgen

Auf diese Dinge sollten Sie achten:

  • Nachrichten mit Links zu Zahlungsaufforderungen oder Verifizierung außerhalb der Plattform
  • Zahlungsaufforderungen unter Zeitdruck mit engen Fristen
  • Unklare Kommunikation mit Fehlern, abweichenden Buchungsdetails, plötzlich unpersönlicher Anrede
  • Zahlreiche euphorische Bewertungen innerhalb weniger Tage gepaart mit auffallend niedrigen Preisen sollten hellhörig machen. Allerdings können Bewertungen immer gekauft sein. Auch veraltete sehr positive Rezensionen können verdächtig sein.

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Auf der Grundlage von: ChatGPT, persönliche Kommunikation, 27. April 2026

Phishing, Security