Ein Entwickler, sie zu lenken
Ein Entwickler, sie zu lenken: KI-Agenten brauchen beim Coden jemanden, der das Protokoll kennt. Dazu ein Beispiel aus den letzten beiden Tagen.
Meinen Ruby-SMTP-Server midi-smtp-server hatte ich mit Claude bereits nach Python portiert, als smtpd für tokeo. Jetzt ging es an die Schärfung auf die RFCs. An einer Stelle haben wir uns festgebissen: Wie behandelt der Service im Shutdown die Verbindungen, die noch offen sind?
Die KI-Vorschläge wurden mit jeder Runde größer. Zusätzliche Zustände, ein eigener Abbruchpfad, Umbauten am Connection-Handler. Jeder Entwurf war ausführlich begründet, und jeder hätte Code angefasst, der im Port schon lief.
Nach einer wirklich langen Diskussion stand nur noch die Frage, wie sich der Status 421 nach RFC 821 am einfachsten senden lässt. Dafür musste der bestehende Code letztlich so gut wie nicht geändert werden.
Zwei Dinge bestätigen sich für mich wieder und wieder. Die KI baut gern Architektur, wo eine Antwort reicht, und wer das Protokoll nicht kennt, nimmt den dritten Entwurf, weil er am vollständigsten aussieht. Und sie redet viel. Die Begründung für den komplizierten Weg war länger als der Patch für den einfachen.
Schneller wird es, keine Frage. Das Review bleibt Handarbeit, und es braucht jemanden, der weiß, wie die einfache Lösung aussieht. Wer den dritten Entwurf ungeprüft durchwinkt, baut schon heute an den Legacy-Problemen von morgen
| Bild generiert mit Gemini, Text überarbeitet mit Fable-Distilled. |
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